Wenn unternehmen von ransomware betroffen sind it security ratgeber.

Ransomware – So können sich Unternehmen 2022 schützen

Verlorene Kundendaten, stillstehende Bänder und Lösegeldzahlungen. Überschriften über solche Themen liest man heutzutage immer häufiger. Unternehmen verlieren wichtige Daten, viel Geld und oft geht es auch bis an die Existenz. Und meist steckt Ransomware dahinter.

In diesem Beitrag möchten wir über Ransomware aufklären und auf die aktuelle Lage am Markt eingehen. Dabei geben wir auch Tipps, wie sich Unternehmen vor Ransomware schützen können und was zu tun ist, wenn sie bereits betroffen sind.

Was macht eine Ransomware?

Ransomware setzt sich aus den Wörtern ransom (= Lösegeld) und Software zusammen. Quasi eine Lösegeldsoftware mit enormen Folgen.

Ziel dieser Software bzw. Malware ist es, Daten auf dem einzelnen Computer oder im gesamten Netzwerk unzugänglich zu machen. Dafür werden entweder Zugriffe gesperrt oder Daten verschlüsselt. Das wiederum wird als Druckmittel verwendet: Nur gegen eine Lösegeldzahlung werden die Daten wieder freigegeben. Größtenteils erhält das Opfer einen Schlüssel, mit dem eine Entschlüsselung der Daten veranlasst oder Zugänge wieder freigegeben werden.

Ransomware wird umgangssprachlich auch als Verschlüsselungs- oder Erpressungstrojaner bezeichnet. Dabei bezeichnet der Begriff Ransomware nicht einen bestimmten Trojaner, sondern lediglich die Art und Weise, wie der Trojaner funktioniert.

Ransomware im Trend - so kommen Hacker in Systeme.

Wie macht sich Ransomware bemerkbar?

Ransomware macht sich spätestens über die Lösegeldforderung bemerkbar. Doch wenn diese kommt, ist der Zugriff auf die Daten bereits verloren.

Warum ist Ransomware so gefährlich?

Die schnelle Verbreitung über Netzwerke und die Hilflosigkeit nach so einer Infektion machen Verschlüsselungstrojaner sehr gefährlich. Unternehmen können die komplette Kontrolle über die betroffenen Daten verlieren. Teilweise kann es sogar soweit führen, dass der Betrieb nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Schadsoftware wie Ransomware zeigen die Schattenseiten der Digitalisierung auf und wirken sich oft negativ auf die Reputation eines Unternehmens aus. Ein Grund für einen Angriff kann ein fehlendes Sicherheitskonzept sein.

Ransomware gehört unter die Rubrik Internetkriminalität. Daher bietet das BKA auch ein hilfreiches Handout für Unternehmen an.

Warum können sich viele Unternehmen nicht vor Ransomware schützen?

Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir genauer auf die Art und Weise wie Ransomware verbreitet wird eingehen. Ransomware wird vorwiegend über ganz einfache Mittel an Anwender verteilt: unscheinbare Dateien über Social-Media oder E-Mail-Anhänge, gespickt mit ausführbaren Programmen. Aber auch durch kompromittierte Websites oder manipulierte Programme lässt sich die Schadsoftware verteilen.

Durch die Ausführung des Erstkontaktes wird eine Kettenreaktion angestoßen. Das passiert allerdings nicht immer sofort – oft hat der Programmierer Startbedingungen oder Verzögerungen eingebaut. Nach der Ausführung beginnt der Algorithmus damit, Dateien für den Nutzer unzugänglich zu machen. Zum Beispiel, indem Daten verschlüsselt werden. Hängt der Rechner in einem Netzwerk, sind schnell auch weitere Rechner betroffen. Und das hat schon ganze Unternehmen zum Stillstand gebracht.

IT Security Alert im Unternehmen durch Ransomware.

Die einzige Möglichkeit Unternehmen vor Ransomware zu schützen, ist menschliches Versagen von Anwendern zu unterbinden. Zum Beispiel durch Aufklärung und Kontrolle. Mitarbeiter müssen informiert und geschult werden, dass sie nicht achtlos Dateien öffnen oder sich durch undurchsichtige Websites klicken. Kontrollmaßnahmen werden vorwiegend über Software gelöst. Dabei prüft eine Software Downloads und Dateien im Hintergrund. Zusätzlich können noch bestimmte Funktionen deaktiviert werden.

Viele Unternehmen machen auch regelmäßig Tests, in denen sie eine Rundmail an alle Mitarbeiter schicken und sich ein Bild darüber machen, wie leichtsinnig Mitarbeiter ihre Daten zur Verfügung stellen oder Dateien öffnen. Diese Tests zeigen plakativ, wie einfach es wäre, Ransomware in ein Unternehmen zu bringen – denn ein relativ großer Prozentsatz von Mitarbeitern würde bei diesem Test durchfallen. Besonders dann, wenn mobile Geräte wie Smartphones ins Spiel kommen, werden Mitarbeiter unvorsichtiger.

Zusammengefasst hilft Folgendes gegen die Verbreitung von Ransomware:

  • Schulung und Aufklärung von Mitarbeitern und Anwendern
  • Kontrolle von Dateien und Downloads über Softwarelösungen
  • Deaktivieren von Makros
  • Aktualität von Software und Betriebssystem (insbesondere Antivirenprogramme und Browser)
  • Deinstallation des Flashplayers
  • Unterbindung von JavaScript
  • Werbeblocker
  • Sparsame und sorgsame Verwendung administrativer Zugänge im System
  • Überprüfung von Dienstleistern, Geschäftspartnern und Verbindungen
  • Aktuelle Bedrohungen im Blick haben
  • Regelmäßige Tests, um Schwachstellen zu identifizieren

Unabhängig von all diesen Punkten sind regelmäßige Backups die wichtigste Schutzmaßnahme gegen Ransomware. Wichtig ist vor allem, dass Backups auf externen Datenträgern gesichert werden.

Expertentipp

Ransomware wird bleiben und die Frage ist leider nicht ob, sondern wann ein Unternehmen getroffen wird. Daher raten wir jedem Unternehmen zu einer individuellen IT-Security-, inklusive Backup-Strategie, mit regelmäßigen Testläufen. Die Übung des Katastrophen-Falls deckt Schwachstellen auf und verkürzt im Notfall Reaktionszeiten, die für Unternehmen existenziell wichtig sein können.

Die aktuelle Lage am Markt

Springen wir noch einmal zurück zu den aktuellen Schlagzeilen über die Malware. Anfangs waren nur einzelne Computer von Ransomware betroffen, inzwischen sind es hauptsächlich Netzwerkstrukturen. In diesen Tagen sind viele Unternehmen und Institutionen zur Zielscheibe von solchen Bedrohungen geworden. Die Angreifer verbreiten Ransomware viel zielgerichteter, mit dem Hintergrund, ganze Unternehmen ins Visier zu nehmen. Das treibt nicht nur die Lösegeldsumme in die Höhe, sondern richtet auch sehr großen Schaden an.

Der aktuelle Trend zeigt, dass Angreifer immer systematischer vorgehen. Wo früher noch wahllos E-Mails mit infizierten Anhängen verschickt wurden, werden heute falsche Identitäten geschaffen und Unternehmen systematisch ausgespäht. Ransomware existiert seit knapp 20 Jahren und in der Zeit haben Unternehmen auch an ihren Sicherheitskonzepten gearbeitet. Je größer die Hürden für Angreifer werden, desto gewiefter werden die Techniken, die Schadsoftware im Unternehmen zu platzieren und Daten zu verschlüsseln.

Jedes Unternehmen sollte einen Notfallplan für den Fall eines Ransomware-Angriffes haben. Dieser beinhaltet eine Backupstrategie inkl. Wiederherstellungsmaßnahmen, die Sicherstellung der Kommunikationsfähigkeit und auch die Zahlungsfähigkeit.

René Angenheister, CTO der BLUE Consult

Der große Landtechnikkonzern AGCO, zu welchem auch der Traktorenhersteller Fendt gehört, wurde 2022 Opfer von Ransomware. [1] Der Konzern hatte über eine Woche mit einem Produktionsstillstand zu kämpfen. Auch die Kommunikationsstrukturen innerhalb des Unternehmens waren lahmgelegt. Den Türöffner für die Schadsoftware zu finden, ist aber fast unmöglich.

Beim Energieversorger Entega [2] wirkte sich das Resultat des Angriffes anders aus. Die Kundendaten (teilweise inkl. IBAN) wurden im Darknet veröffentlicht. Dadurch entstand ein großer Schaden für die Reputation des Unternehmens.

Neben Unternehmen werden auch immer wieder Institutionen und Bildungseinrichtungen angegriffen. Die Universität Maastricht ist nach einem Angriff sogar auf die Zahlungsaufforderung eingegangen. Das war bereits im Jahr 2019. In diesem Fall konnte die Polizei sogar Erfolge erzielen und ein Teil der Lösegeldsumme konnte zurückgeführt werden. [3] Paradoxerweise erzielte die Universität dank Kursschwankungen Gewinn durch die Lösegeldrückzahlung. Solche positiven Meldungen sind allerdings Einzelfälle.

Unternehmen von Ransomware betroffen – was tun?

Im Idealfall würde der Workflow nach einer Malware Attacke folgendermaßen aussehen:

Idealer Ablauf nach einer Attacke von Ransomware.

Doch seien wir mal ehrlich: Diese Bilderbuchdarstellung ist fast jedem Unternehmen eine Utopie. Meist scheitert es schon an der schnellen und richtigen Reaktion, nachdem eine Ransomware-Attacke gestartet oder ein Gerät infiziert wurde. Wenn kein Notfallplan vorhanden ist, bricht erst einmal ein großes Chaos aus.

In vielen Fällen fehlt es an Datensicherungen und Fachkräften, welche mit der Situation umgehen können. Und all diese Probleme kosten Zeit – wertvolle Zeit für das Unternehmen.

Wird eine Ransomware-Attacke bekannt, empfehlen wir die Kontaktaufnahme zu IT-Security Spezialisten, sofern keine beim Unternehmen beschäftigt sind. Bei einem Angriff werden Profis benötigt, da Halbwissen die Situation verschlimmern kann. Sollte es im ersten Moment an IT-Security Expertise fehlen, empfiehlt das BKA eine vollständige Netzabtrennung beziehungsweise die Abschaltung möglichst aller Komponenten im System, bis ein Experte gefunden ist. So kann verhindert werden, dass noch mehr Daten verschlüsselt oder unzugänglich gemacht werden.

Außerdem muss schleunigst die Kommunikation zu Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Kunden sichergestellt werden.

Auch die Polizei sollte früh eingeschaltet werden, da es sich um Cyberkriminalität handelt. Im Regelfall kommen bei solchen Attacken auch personenbezogene Daten innerhalb des Systems abhanden, welche gemeldet werden müssen. Dafür gibt es sogar eine Meldefrist.

Nach so einer Attacke sollten unbedingt alle Passwörter geändert werden.

Alles verschlüsselt - so funktioniert Ransomware.

Sollte man auf die Lösegeldforderung der Cyberkriminellen eingehen?

Meist wird das Lösegeld via Coins (meist Bitcoins) gefordert. Dadurch können die Erpresser weiterhin anonym bleiben.

Wird einmal Lösegeld bezahlt, ist dies ein Signal für die Cyberkriminellen, dass die Opfer Potenzial für weitere Lösegeldzahlungen haben. Das wiederum macht sie zu Opfern von weiteren Angriffen.

BSI, Strafverfolgungsbehörden und Sicherheitsexperten raten dringend davon ab, mit solchen Kriminellen Geschäfte einzugehen.

Abgesehen davon, dass eine Zahlung von Lösegeld keine Garantie für die Lösung der Probleme ist, gibt es mittlerweile auch andere Möglichkeiten den vollständigen Datenzugriff zurückzuerhalten.

Nur wenn ein Unternehmen vor der Entscheidung steht, den Geschäftsbetrieb infolge einer Ransomware-Attacke einzustellen und alle Möglichkeiten erfolglos geprüft wurden, darf eine Lösegeldübergabe in Betracht zogen werden. Zum Beispiel dann, wenn alle Datensicherungen auch infiziert wurden. Hier empfiehlt sich eine enge Zusammenarbeit und Absprache mit den zuständigen Behörden. Eine Zahlung von Lösegeld sollte die letzte Möglichkeit sein und muss immer sorgsam geplant werden.

René Angenheister

IT-Security ist ein wichtiger Bestandteil der digitalen Welt.

Unser Experte René Angenheister hilft Ihnen gerne weiter, wenn es darum geht, ihr Unternehmen digital zu schützen. Als CTO von BLUE Consult bringt er nicht nur tiefes Fachwissen, sondern auch die richtigen Verknüpfungen rund um die IT-Security mit.

Dabei entwickelt er Strategien zum Schutz von Unternehmen bis hin zu Maßnahmen im Ernstfall.

Über 200 Projekte im Datacenter-, Cloud- und Infrastrukturbereich prägen seinen Erfahrungsschatz. Dabei ist er der Experte für Backup, Disaster Recovery & Business Continuity im Unternehmen.

Quellen

[1] Ransomware lässt bei Traktorenhersteller Fendt die Bänder stillstehen

[2] Kundendaten von Energieversorger Entega nach Ransomware-Angriff veröffentlicht

[3] Universität erzielt durch Lösegeldrückzahlung Gewinn

Headset an einem Büroarbeitsplatz vermittelt ein charakteristisches Bild eines digitalen Arbeitsplatzes

Digital Workplace – effizient digital arbeiten im Jahr 2022

Digital Workplace ist für viele ein modernes Arbeitskonzept – für andere nur ein weiteres Buzzword. In diesem Artikel wird die digitale Transformation des Arbeitsplatzes genauer beleuchtet. Außerdem sprechen wir über die Vorteile und Nachteile, die für Unternehmen entstehen können, sollten sie ihren Mitarbeiter:innen dieses zukunftsorientierte Arbeiten anbieten. Abschließend bieten wir Ihnen eine zukunftssichere Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Digital Workplace.

Was versteht man unter Digital Workplace?

Ein Digital Workplace ist eine zentrale Plattform die Informationen, Tools, Applikationen und Services zur Verfügung stellt, mit den Grundprinzipien der Integration und Collaboration. Daten aus sämtlichen unternehmenseigenen Software-Systemen wie ERP, CRM usw. werden auf dieser zentralen Arbeitsplattform zusammengebracht. Dabei werden Informationen ebenso wie Anwendungen und Applikationen in einer einheitlichen Benutzeroberfläche zur Verfügung gestellt.

Ein Digital Workplace wird häufig auch mit einem Digital Workspace verwechselt. Dabei ist ein Digital Workspace ein digitaler Arbeitsplatz, während der Digital Workplace die komplette Infrastruktur des Unternehmens darstellt. Der Digital Workplace ist das große Ganze.

Ziel eines Digital Workplace ist es, dass Mitarbeiter die richtigen Informationen zur richtigen Zeit an den richtigen Ort geliefert bekommen.

Digital Workplace heißt nicht, dass alles immer technischer wird! Es heißt, dass wir moderne, zeitgemäße Technologien auf die Bedürfnisse, sprich die individuellen Use-Cases der Mitarbeiter anpassen und dabei immer den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Nur so wird die Umsetzung eines Digital Workplaces erfolgreich und wir erhalten effiziente Arbeitsweisen, Produktivitätssteigerungen und vor allem Akzeptanz und Zufriedenheit bei den Anwendern.

Boris Thienet (Principal Consultant Digital Transformation)

Vorteile des Digital Workplace

So sind Unternehmen zukunfts- und wettbewerbsfähig augestellt und Mitarbeiter bekommen ein Arbeitsumfeld, das es ihnen ermöglicht einfach und effizient zu arbeiten. Folgende Vorteile sind mit einem Digital Workplace verbunden:

  • Einheitliche Benutzeroberfläche
  • Zentrale Plattform, anstatt vieler Insellösungen
  • Orts- und zeitunabhängiges Arbeiten
  • Bessere Verfügbarkeit der Businessprozesse und Unternehmensinformationen
  • Vereinfachung von Arbeitsprozessen und Workflows
  • Bessere standortübergreifende Zusammenarbeit, Wissensaustausch und Informationsaustausch
  • Positive Auswirkungen auf Innovationskraft und Produktivität
  • Standardisierung von Daten
  • Förderung der Zufriedenheit der Mitarbeiter
Schritt für Schritt zum Digital Workplace

Nachteile des Digital Workplace

Mit der Digitalisierung ändert sich auch die Arbeitsumgebung der Mitarbeiter. Wenn bei der Planung des Digital Workplace die Bedürfnisse der Mitarbeiter in den Hintergrund geraten, kann dies auch große Nachteile mit sich bringen.

All diese möglichen Probleme lassen sich heutzutage aber immer besser beheben, mithilfe von besserer und zielgerichteter digitaler Lösungen.

In 7 Schritten zum Digital Workplace

Um die Herausforderungen auf dem Weg zum Digital Workplace erfolgreich zu meistern, lohnt es sich, mit Struktur vorzugehen. Je besser am Anfang geplant wird, je mehr die Anforderungen und Arbeitsabläufe der Mitarbeiter einbezogen werden desto reibungsloser läuft letztlich die Umstellung ab.

Schritt für Schritt zum Digital Workplace

Die Basis für einen Digital Workplace

Schritt 1: Projektteam zusammenstellen

Um sicherzugehen, dass alle Anforderungen im Unternehmen berücksichtigt werden, sollten Mitarbeiter aus allen Abteilungen einbezogen werden. Das Projektteam sollte einen Querschnitt des Unternehmens bilden, um die Interessen aller Mitarbeiter besser vertreten zu können. Dabei muss den ausgewählten Mitarbeitern auch genügend Freiraum für das Projekt geschaffen werden.

Schritt 2: Möglichkeiten und Anforderungen klären

Die Analyse der Arbeitsplätze und deren Use Cases, die bezüglich der digitalen Transformation vorangetrieben werden, steht an erster Stelle. Dabei sollen alle Arbeitsplätze unter die Lupe genommen und auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter eingegangen werden. Dabei können auch Homeoffice und flexible Arbeitszeiten ein Thema sein. Auch die Zusammenarbeit mit Business-Partnern könnte ein möglicher Use-Case sein.


Die Anforderungen an Ihren Digital Workplace sollten gesammelt und in einer Liste priorisiert werden. Diese Liste bietet eine gute Basis für die Suche nach den passenden Tools/Applikationen.

Anforderungen sammeln und priorisieren

– Welche Use-Cases sind am wichtigsten?
– Gibt es schon Arbeitsabläufe, die bereits digitalisiert sind?
– Gibt es wiederkehrende Use-Cases, die standardisiert werden können?
– Wo besteht Nachholbedarf?
– Welche Wünsche und Anforderungen haben die Mitarbeiter?

Schritt 3: Ein Konzept für den Digital Workplace erstellen

Kennt man nun die Use-Cases und individuellen Anforderungen der Mitarbeiter, lässt sich mit diesen Informationen ein individuelles Konzept erstellen. Für einen Digital Workplace gibt es kein Patentrezept, da dieser für jedes Unternehmen individuell sein sollte. Anhand der Bedürfnisse und Firmenstrukturen muss evaluiert werden, was benötigt wird, was schon vorhanden ist und was möglich ist. Erst mit einem Konzept lassen sich die weiteren Schritte sicher umsetzen. Planloses Handeln in Digitalisierungsthemen verschwendet nur Zeit und Geld.

Schritt 4: Tools und Applikationen für den Digital Workplace auswählen

Auch hier ist es sinnvoll, Vertreter aus verschiedenen Abteilungen bei der Auswahl einzubeziehen. Besonders wichtig sind Werkzeuge, die eine effiziente Kommunikation und agiles Projektmanagement ermöglichen. Cloudbasierte Systeme sorgen dafür, dass Ihre Mitarbeiter orts- und zeitunabhängig arbeiten können. Bedenken Sie bei der Auswahl auch an den Aspekt der Sicherheit. Folgende Fragen unterstützen bei der Auswahl der richtigen Tools und Applikationen. Wichtig ist es, genügend Zeit beim Vergleich einzuplanen.

Fragen, die bei der Auswahl von Tools und Applikationen helfen


– Soll mit mehreren Tools/Applikationen oder einer Komplettlösung gearbeitet werden?
– Welche Software, Tools und Applikationen werden in der IT-Infrastruktur bereits verwendet?
– Soll die Lösung cloudbasiert oder inhouse betrieben werden?
– Passt das Ausgewählte zur Unternehmenskultur?

Schritt 5: Tools/Applikationen testen und einführen

Nach der Entscheidung, welche Tools/Applikationen verwendet werden sollen, beginnt die Einführung. Zunächst müssen die Funktionen mit einem ausgewählten Team getestet werden, bevor das komplette Unternehmen umgestellt wird. Dabei muss genau getestet werden, ob mit den ausgewählten Tools/Applikationen auch wirklich alle Aufgaben umgesetzt werden können. So bildet sich außerdem ein Expertenkreis für die digitale Transformation, der bei der Einführung eine Vorreiterrolle einnehmen und andere Mitarbeiter dabei unterstützen kann.

Schritt 6: Datensicherheit

Durch den Digital Workplace wird auch ortsunabhängiges Arbeiten möglich. Das heißt auch, dass Ihre Mitarbeiter mit mobilen Geräten oder privaten PCs auf relevante Dokumente zugreifen können. Diese Arbeitsform kann auch bestimmte Sicherheitsrisiken mit sich bringen. Daher ist es besonders wichtig, ein passendes Sicherheitskonzept auszuarbeiten und dies in verschiedenen Arbeitsumgebungen zu testen. Dabei gelten bei einer Cloud andere Anforderungen als bei lokal gespeicherten Daten.

Schritt 7: Einführen, schulen, optimieren

Die besten Tools, Applikationen und Plattformen bringen keinen Mehrwert, wenn die Mitarbeiter sie nicht annehmen, ihren Mehrwert nicht erkennen und sie dann nicht richtig nutzen. Die Folge wird sein, dass sich zahllose Einzellösungen entwickeln, die am offiziellen System vorbeiführen und dem Unternehmen sowie der effektiven Zusammenarbeit schaden. Daher ist eine transparente und einheitliche Einführung des Digital Workplace unbedingt notwendig. Vergleichbar mit einer Kampagne, die alle Mitarbeiter erreichen muss. Inbegriffen sollten umfassende Schulungen sein, damit das Konzept verstanden wird. Auch die Möglichkeit nach der Einführung Fragen beantwortet zu bekommen, sollte gewährleistet sein. Es handelt sich um einen Prozess, der auch nicht von Beginn an perfekt sein muss.
Behalten Sie Ihren Digital Workplace im Blick und optimieren Sie, wo es nötig ist. Nicht nur bei der Einführung, sondern auch in Zukunft.

Sind Sie bereit für Ihren Digital Workplace, dann kontaktieren Sie uns.

Die größten Herausforderungen, um SAP in die Cloud zu bringen.

Die 3 wichtigsten SAP Cloud Herausforderungen

Die Cloud-Migration soll die Leistung Ihrer SAP-Systeme verbessern. Aber wenn die Herausforderungen von SAP in der Cloud nicht berücksichtigt werden, kann die Migration in die Cloud zu einem unerwartet teuren Schritt werden.

Da SAP mittlerweile eine Frist für die Migration auf HANA gesetzt hat, wollen viele Firmen mit der Migration dieser Frist zuvorkommen. Die Mehrzahl der Unternehmen erkennt schon heute den Wert einer solchen SAP-Cloud-Migration und die Möglichkeiten, den Betrieb und die Kosteneffizienz dadurch zu optimieren. Eine schnellere Wertschöpfung und Kunden innovative Berichte, Dienstleistungen und Produkte anzubieten, spricht außerdem für eine Migration von SAP in die Cloud.

Dabei stellen viele SAP-Anwender fest, dass der Betrieb und das Monitoring von SAP in der Cloud mit einer Reihe von nicht zu unterschätzenden Herausforderungen verbunden sind. Denn der Betrieb auf IaaS-Plattformen bringt wesentlich mehr Dynamikpotenzial mit sich als On-Premises-Infrastrukturen. Und viele der Unternehmen sind sich vor dem Umzug Ihrer SAP-Plattform nicht über die Herausforderungen bewusst, die der Cloudumzug mit sich bringt.

Im Folgenden sprechen wir über 3 der größten Herausforderungen, mit denen sich Unternehmen und Anwender bei der SAP-Cloud-Integration konfrontiert sehen. 

1) Es fehlen Informationen über SAP-Kennzahlen

In Unternehmen weitverbreitete Cloud-Plattformen wie Microsoft Azure, Google Cloud Platform (GCP) und Amazon Web Services (AWS) haben keinen Einblick in die SAP-Systeme. Das macht eine zuverlässige, automatische Skalierung praktisch unmöglich. Mit SAP-spezifischen Performance-Monitoring-Lösungen kann Abhilfe geschaffen werden, aber das wissen viele Unternehmen zu Beginn der SAP-Migration gar nicht. Es gibt genügend Cloud-Anbieter, die Tools und Services zur automatischen Skalierung anbieten und sich dabei an Betriebssystemmetriken wie CPI- und Speicherauslastung oder Speicherplatz im Dateisystem orientieren. Dabei wird aber oft die integrierten Mechanismen zur automatischen Skalierung nicht berücksichtigt. Arbeitsprozesse und aktive Benutzer, sowie im Hintergrund ausgeführte Batch-Jobs und andere Aktivitäten können somit nicht richtig berücksichtigt werden. Denn bei den meisten Lösungen dreht sich alles um die Integration von Standardmetriken für Betriebssysteme.

Fehlt der Einblick in die Arbeitsprozesse des SAP-Systems, gibt es nur eine Möglichkeit, den Anforderungen der Endbenutzer in Echtzeit gerecht zu werden und den ordnungsgemäßen Betrieb des SAP-Systems aufrechtzuerhalten: Eine manuelle Skalierung der Cloud-Plattform. Aber das bringt auch wieder Kosten und Probleme mit sich. In etwa kann die CPU-Auslastung für die aktuelle Speicherauslastung als ausreichend erscheinen, was in der Realität aber nicht der Fall ist. Denn oft plagen sich Benutzer mit langen Wartezeiten herum, da voneinander abhängige Arbeitsprozesse in der Warteschlange stehen und Systemverzögerungen verursachen.

Herausforderungen mit der Skalierung bei der Migration von SAP in die Cloud

Woran scheitern Cloud-Anbieter in Bezug auf SAP?

Folgend ein kleiner Überblick in Bezug auf die Einblicke, die Cloud-Anbieter liefern können oder an denen sie scheitern.

Mögliche Einblicke der Cloud-Anbieter sind:

  • Virtuelle Maschinen
  • Betriebssysteme
  • Datenbanken

Cloud-Anbieter haben allerdings keinen Einblick in:

  • SAP-Systeme
  • On-Premise-Datenbanken
  • Arbeitsprozesse aus SAP
  • Kurzdumps
  • IDoc-Statistiken
  • Eingehende und ausgehende Kommunikation
  • Spool-Ausgaben
  • Verbbuchungssätze

2) Kostenexplosion – SAP in der Cloud ist teurer als erwartet

Viele Unternehmen erhoffen sich von der SAP-Migration in die Cloud den Vorteil einer deutlichen Kosteneinsparung – doch oft sieht die Realität ganz anders aus. Mit der fehlenden Möglichkeit, die Anzahl der aktiven Clouds dynamisch zu verkleinern, kann es schnell teuer werden. Teurer als On-Premise-Systeme, da bei der Cloud-Variante in diesem Fall immer für die maximale Kapazität bezahlt wird. Mittlerweile bieten viele Cloud-Anbieter Optionen und eigene Entwicklungen für die automatische Cloud-Skalierung an. Doch das bringt auch Risiken von Störungen oder Beschädigungen der Datenbanken mit sich, weil oft im laufenden Systembetrieb Anwendungsserver einfach heruntergefahren werden.

Auch ein SAP-System muss ordnungsgemäß kontrolliert und methodisch heruntergefahren werden. Fehlt allerdings der detaillierte und zweckorientierte Einblick in die Performance des SAP-Systems, kann keine zielgerichtete Abschaltung der benötigten Cloud-Ressourcen stattfinden.

Das ist vergleichbar mit einem Computer, der während der Entwicklung eines Projekts einfach unerwartet und unsauber heruntergefahren wird. Dabei kann es auch zu Datenverlusten oder Beschädigungen kommen. Und das Reparieren und Wiederherstellen des SAP-Systems kann sehr kostspielig werden.

Wenn SAP und die Cloud teurer als erwartet werden.

Es gibt allerdings Tools, mit denen eine automatische Skalierung möglich ist. Dabei wird unterschiedenen zwischen einer bedarfsgerechten horizontalen (Scale-out/Scale-in) und vertikalen (Scale-up/Scale-down) Skalierung.

Dabei gibt es zwischen den Methoden und Services zur Skalierung in der Funktionsweise große Unterschiede:

  • Beim Scale-up wird einem vorhandenen Server zusätzliche Ressourcen wie Festplattenspeicherplatz, Arbeitsspeicher oder sogar zusätzliche Rechenleistung hinzugefügt.
  • Beim Scale-out werden neue Cloud-Server und SAP-Instanzen hinzugefügt. Wird diese Möglichkeit bedarfsgerecht genutzt, können bei Spitzenauslastung zusätzliche Ressourcen bereitgestellt werden.
  • Beim Scale-in wiederum werden nicht genutzte Server außerhalb der Hauptzeiten abgeschaltet: Dazu gehört auch das Abschalten nicht produktiver Server oder SAP-Systeme, die über das Wochenende nicht benötigt werden. Pünktlich am Montagmorgen werden diese dann wieder hochgefahren. 

Experten-Tipp

Wenn Sie aber nicht in der Lage sind, die Zahl der Server außerhalb der Hauptgeschäftszeiten mittels Scale-down zu reduzieren, weil Ihnen die notwendigen Einblicke in den SAP-Systembetrieb fehlen, zahlen Sie immer wieder teures Geld für ungenutzte Cloud-Ressourcen. Einsparungen lassen sich hier nur durch den Einsatz von Tools für die Cloud-Skalierung erzielen, die Ihrem Unternehmen eine bedarfsgerechte und dynamische Skalierung leicht machen. 

Fehleinschätzungen und politische Entscheidungen rund um SAP

Meist kommt es in der Planungsphase oder während der Umstellung von SAP in die Cloud zu Problemen. Verantwortlich sind dafür oft politische Firmenentscheidungen, firmeninterne Strukturen oder Fehleinschätzungen in Hinblick auf das Betriebsmodell von SAP. Daher empfehlen wir immer eine frühzeitige SAP-Infrastruktur und Technologieberatung von Experten.

Beratung anfragen

Sollten Sie über eine Cloud-Lösung nachdenken, beraten und begleiten wir Sie umfänglich. Wir servieren Ihnen gerne die passende Unterstützung für Ihre SAP Cloud-Lösung.

Wir servieren Ihnen die passende Unterstützung für Ihre SAP Cloud Lösung.

3) Der Konflikt zwischen dynamischen Cloud-Server und SAP in der Cloud

Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein, ist ein Umzug von SAP von einem On-Premise-ERP-System auf eine vertrauenswürdige Cloud-Plattform unumgänglich. Dabei ist der Umzug auf Microsoft Azure, AWS und GCP zwar riskant, aber mit der richtigen Vorbereitung gut möglich.

Bestehende Sorgen rund um das Thema Cloud-Migration lassen sich primär auf die Notwendigkeit durchgehender Funktionalität zurückführen. 

„Funktionen innerhalb von Kernanwendungen müssen integriert bleiben, nur so lassen sich Geschäftsprozesse effizient abbilden.“ 

Peter Färbinger, Chefredakteur E-3 Magazin

Die Größe der Cloud-Systeme an die tatsächlichen Leistungsanforderungen des SAP-Systems anzupassen und Systemressourcen nur bei Bedarf zu nutzen, wäre dabei das Optimum. Ohne die dafür notwendige Dynamik können Cloud-Server und hybride Systeme nicht die Effizienz bieten, mit der geworben wird. Dazu muss der Betrieb des SAP-Systems auf eine effizientere Grundlage gestellt werden. Möglich wird dies durch konkrete und zielführende Einsichten, mit denen sich das volle Dynamikpotenzial von Cloud-Servern ausschöpfen lässt. 

Ein geeignetes Tool für die Verwaltung der SAP-Systemleistung kann:

  • Einen schnellen und automatischen Scale-out garantieren, ohne dass zusätzliche Kosten für ungenutzte Datenspeicherung anfallen.
  • Die hybride und Multi-Cloud-SAP-Landschaft von zentraler Stelle aus verwalten, ohne den Umweg über die einzelnen Cloud-Server-Plattformen und das On-Premise-System gehen zu müssen. 

Wenn ein Unternehmen den SAP-Betrieb in die Cloud verlagert und dabei auf geeignete Tools für die automatische Skalierung von SAP-Systemen verzichtet, kann dies schnell dazu führen, dass Systemüberlastungen den Produktivbetrieb verlangsamen oder unnötige Kosten für ungenutzte Ressourcen anfallen. 

Ein Cloud-optimiertes SAP-Management sorgt für die notwendigen SAP-Performance-Daten, mit denen der Ressourcenbedarf in der Cloud in Echtzeit bestimmt werden kann. Das spart viel Zeit und Geld. 

Da der Lizenznehmer die Software im eigenen Rechenzentrum auf eigener oder gemieteter Hardware betreibt, spricht man hier von einer „Inhouse“ Lösung.

Digitale Transformation ist unabdingbar für eine erfolgreiche Unternehmensführung. Darüber müssen wir nicht mehr diskutieren. Wir beobachten ein Paradigmenwechsel in der IT, bei dem die Cloud eine zentrale Rolle spielt. Jedoch sollte man sich bewusst machen, dass gerade eine SAP-Cloud-Migration nicht zu unterschätzende Herausforderungen mit sich bringt und daher eine genaue Betrachtung der Für und Wider und der Alternativen im Vorfeld einer solchen Entscheidung von höchster Bedeutung sind.

Professionelle Beratung vor der SAP-Cloud-Migration

Damit Sie die Herausforderungen, die eine Migration von SAP in die Cloud mit sich bringt, erfolgreich meistern können, empfehlen wir Ihnen im Vorfeld eine professionelle Beratung. Es ist immer kostengünstiger und sicherer, Probleme frühzeitig zu umgehen. Unsere Experten können dabei mit ihrer langjährigen Erfahrung unterstützen. Dabei kennen sie alle Vorteile und Nachteile verschiedener Lösungen.

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René Angenheister hilft Ihnen gerne weiter, wenn es um die Herausforderungen und Probleme bei einer SAP Datenmigration auf S/4 HANA geht.

SAP in der Cloud

Muss SAP in die Cloud?

Die digitale Transformation ist im heutigen, digitalen Zeitalter unabdingbar für unternehmerische Erfolge. Dabei beobachten wir ein Paradigmenwechsel in der IT, bei dem Cloudlösungen eine zentrale Rolle spielen. Auch in Hinblick auf SAP. Jedoch bedeutet eine Migration von SAP in die Cloud große Herausforderungen.

Eine genaue Betrachtung der Vor- und Nachteile und der Alternativen sind im Vorfeld einer solchen Entscheidung von höchster Bedeutung. Denn so manch ein Unternehmen ist schon an den Herausforderungen gescheitert.

Was bewegt Unternehmen, Ihre SAP Systeme in die Cloud umzuziehen?

Es gibt 3 Gründe, die Unternehmen dazu bewegen, SAP in die Cloud zu migrieren:

  1. Die Mainstream-Wartung für SAP ERP oder SAP-Business-Suite-Installationen endet offiziell Ende 2027, daher arbeiten Unternehmen schon heute aktiv an der Migration auf SAP S4/HANA. Damit geht in vielen Fällen auch die Migration oder zumindest die Überlegung von einem SAP Umzug in die Cloud einher.
  2. Argumente wie Betriebsoptimierung und Kosteneffizienz, die Chance Personalressourcen zu sparen oder anders einzuplanen, eine schnellere Wertschöpfung zu erzielen und Kunden innovative Berichte, Dienstleistungen und Produkte anbieten zu können, sprechen dafür.
  3. Darlegungen wie: man muss sich nicht mehr mit der Administration der eigenen Systeme beschäftigen, kann Kosten der internen Infrastruktur und des eigenen Personals sparen. Außerdem ist ein Unternehmen dadurch zukunftsfähig, perfekt aufgestellt.
SAP und die digitale Transformation.

SAP Cloud: Die richtige Entscheidung treffen

Man sollte sich die Entscheidung nicht leicht machen und alle Alternativen abwägen. Folgende Fragen sollten vorab geklärt sein, bevor SAP in die Cloud migriert wird:

  • Sind die Kosten für Infrastruktur, Datentransfer und Backup Retention​ transparent?
  • Liegen meine Daten dann in Deutschland?
  • Besteht Flexibilität in Skalierbarkeit, Performance, Hochverfügbarkeit?
  • Werden meine SLA-Anforderungen erfüllt?
  • Ist der SAP-Support gewährleistet, bezogen auf:
  • SAP zertifizierte Plattform​
  • SAP konformes Sizing (CPU, RAM)​
  • Erarbeitet man mit mir ein valides K-Fall und Disaster Recovery Konzept?
  • Habe ich die Entscheidungsfreiheiten für meine eigene Release-Strategie?
  • Sind die Abhängigkeiten und Kompatibilität bei Release-Changes zu abhängigen Systemen / Komponenten gewährleistet? ​
  • Welche Vorlauffristen für Changes gibt es?​
  • Ist ein schneller Wiederanlauf gewährleistet?
  • Habe ich einen direkten Ansprechpartner?​
  • Habe ich als Unternehmen die Möglichkeit, die SAP Systeme sowie Betriebssysteme selbst zu administrieren, supporten und zu warten?

Was habe ich als Unternehmen für Alternativen und wo liegen die Unterschiede?

Es gibt 3 verschiedene Betriebsmodelle für SAP Systeme, die folgend näher beschrieben werden. Jedes Betriebsmodell hat Vor- und Nachteile, die genauer betrachtet werden müssen.

Verschiedene Betriebsmodelle von SAP im Überblick

SAP On-Premise

„On-Premises“ bzw. „On-Prem“ bedeutet im übertragenen Sinne, dass SAP in den eigenen Räumlichkeiten gehostet wird. In unserem Fall bezieht sich On-Prem auf die Nutzung unternehmenseigener Server und der eigenen IT-Umgebung. Hier kauft oder mietet ein Kunde als Lizenznehmer serverbasierte Software, die auf den eigenen oder gemieteten Servern installiert und betrieben wird. Einer der größten Vorteile ist die Entscheidungsfreiheit über Systemgestaltung, Administration und Release- sowie Patchmanagement. Viele vergessen jedoch, dass bei SAP Systemen eine 7/24 Bereitstellung gewährleistet sein muss, die auch Personal außerhalb der Betriebszeit fordert. Das ist ein häufig vergessener, zusätzlicher Kostenfaktor.

SAP Public Cloud

Die Public Cloud steht jedem frei über das Internet zur Verfügung. Externe Unternehmen stellen Services wie unter anderem Rechenleistung, Infrastruktur, Speicherplatz usw. zur Verfügung gegen Geld. Vorteil der Public Cloud ist, dass meist die Kosten niedriger sind als bei der On-Premises Variante, da eine nutzungsabhängige Abrechnung der Leistungen stattfindet. Des Weiteren sinken Personalkosten, Hardwarekosten und Energiekosten.

Jedoch fehlen bei diesem Betriebsmodell Informationen über wichtige SAP Kennzahlen. Cloud-Plattformen haben keinen Einblick in SAP Systeme, was eine zuverlässige automatische Skalierung unmöglich macht und auch zu größeren Problemen führen kann.

SAP Private Cloud

Die Private Cloud ist im Gegensatz zur Public Cloud nicht für die Allgemeinheit zugänglich, aber dennoch außerhalb des Unternehmens. Sie kann sich beispielsweise im lokalen Rechenzentrum eines Unternehmens befinden oder durch Dritte von bestimmten Cloud-Diensten gehostet werden. Einer der größten Vorteile hier ist ein hohes Maß an Kontrolle und Sicherheit aufgrund von privater Server.

Die BLUE Empfehlung ist eindeutig die Nutzung von SAP/4HANA in einer Private Cloud. Damit behält das Unternehmen die Entscheidungshoheit, bleibt flexibel und mittels festen Ansprechpartnern können individuelle Lösungen gefunden werden.

SAP Cloud-Anbieter finden

Experten-Tipp

Den richtigen Cloud-Anbieter für die SAP / NON-SAP Umgebung mit Bezug auf die IT-/ SAP-strategischen Anforderungen zu finden, kann schwierig sein. Bei einem Vergleich der Cloud-Service-Provider klingen die Angebote durchaus gleich oder ähnlich. Manche Formulierungen sind sehr undurchsichtig oder schwammig. Ein paar Formulierungen, die Gleiches meinen, basieren auf unterschiedlichen Berechnungen (zum Beispiel übertragene Datenvolumen oder gespeicherte Datenvolumen oder Zugriffe auf Daten). Die Angebote der Service-Provider mögen gleich klingen, aber ein tieferes Verständnis ihrer unterschiedlichen Fähigkeiten und der geografischen Abdeckung bewirkt eine bessere organisatorische Lösung. So könnten in einigen Fällen geografische Gegebenheiten das Auswahlspektrum beeinflussen.​

Schnelle Unterstützung bei Problemen rund um die SAP S/4 HANA Migration

Als erfahrene SAP Berater begleiten wir Sie kompetent und vorausschauend bei Ihren (S/4)HANA Migrationsprojekten – egal in welchem Stadium Sie sich bereits befinden. Durch unsere vielseitigen Erfahrungen in Bezug auf die Datenmigration und SAP ERP Systeme können wir Ihrem Unternehmen auch bei akuten Problemstellungen und größeren Herausforderungen zur Seite stehen. Zögern Sie nicht, wenn bei der Datenmigration nicht alles nach Plan läuft oder Sie nach einer Beratung noch kein rundes Bild im Kopf haben.

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René Angenheister hilft Ihnen gerne weiter, wenn es um die Herausforderungen und Probleme bei einer SAP Datenmigration auf S/4 HANA geht.

4 Säulen der internen Kommunikation oder wie die Unternehmenskommunikation verbessert werden kann durch Digitalisierung.

Die 4 Säulen der Internen Kommunikation

Eine gut funktionierende Interne Kommunikation oder auch Mitarbeiterkommunikation ist für Organisationen -unabhängig von der Größe – essenziell. Es gibt hier jedoch teilweise Schwachstellen, was besonders die Coronapandemie verstärkt ans Licht gebracht hat. Um die Interne Kommunikation zu verbessern, benötigt es erst einmal Basiswissen. In diesem Ratgeber sprechen wir über die 4 Säulen der Internen Kommunikation – dabei gibt es auch Schnittstellen zu den 4 Seiten der Kommunikation oder dem 4-Ohren-Modell.

Was versteht man unter interner Kommunikation?

Bei der internen Kommunikation handelt es sich speziell um die Kommunikation, den Austausch zwischen den Mitarbeitern eines Unternehmens oder einer Organisation und ist somit Teil der Unternehmenskultur. Die Interne Unternehmenskommunikation verfolgt dabei verschiedene Ziele:

  • Informieren
  • Wissenstransfer
  • Austausch
  • Motivation
  • Organisieren
  • Strukturieren
  • Optimieren
  • Verhaltensmanagement
  • Bindung
  • Communityaufbau und Communitypflege

Kommunikation ist mehr als nur ein Gespräch oder ein Dialog.

Grundsätzlich gilt: Je zufriedener Mitarbeiter:innen mit der Internen Kommunikation eines Unternehmens sind, desto besser die Unternehmenskultur. Bei einer Umfrage von Statista geben 74 % der Befragten an, mit der Internen Kommunikation in der Organisation zufrieden zu sein.

Kommunikation im Allgemeinen besteht aus 4 Säulen, die sich auch auf die Interne Kommunikation übertragen lassen. Die 4 Säulen der Kommunikation sind dabei auch untereinander stark verbunden, aber auch einzeln für sich essenziell.

Das sind die 4 Säulen der (internen) Kommunikation: Körpersprache, Rhetorik, Emotionale Intelligenz und Manipulation.

Säule 1: Körpersprache – Wie zeige ich Kommunikation – nonverbal?

Die Körpersprache ist ein wichtiges Instrument der Kommunikation und sollte so gut es geht mit eingebunden werden. Hierbei handelt es sich um die nonverbale Kommunikation, die nicht gehört, sondern gesehen wird: Haltung, Bewegung, Gestik und Mimik. Da gibt es zum Beispiel die Mehrabian-Regel, welche von dem amerikanischen Forscher Albert Mehrabian definiert wurde. Diese besagt, dass die Körpersprache zu den wichtigsten Punkten der Kommunikation gehört. Die Regel ist teilweise umstritten. Allerdings stimmt es, dass die Körpersprache oft unterschätzt wird.

Wenn beispielsweise die Geschäftsleitung oder eine Führungsperson im Unternehmen eine Massen-E-Mail schreibt, fehlt die Körpersprache und dementsprechend kann eine persönliche Ansprache vor versammelter Mannschaft positivere Auswirkungen haben. Verschiedene Kommunikationsinstrumente können dementsprechend verschiedene Kanäle bedienen.

Körpersprache vermittelt Authentizität und Emotionalität und baut auf den 7 Basisemotionen auf. Und daher sollte Körpersprache auch ein wichtiger Teil von Feedbackgesprächen oder bei der Mitarbeitermotivation sein.

Säule 2: Rhetorik – Wie drücke ich mich aus?

Was haben ein Geschäftsführer, ein Sales-Manager und ein Straßenkünstler gemein? Bei allen hängt der Erfolg von der Überzeugung ab. Der Geschäftsführer muss seine Kunden und seine Mitarbeiter überzeugen. Der Sales-Manager, die Kunden. Und der Straßenmusiker die Menschen, die an ihm vorbeigehen. Und bei der Überzeugungsarbeit ist Rhetorik die wichtigste Stellschraube. Rhetorik ist die Kunst, die richtigen Worte innerhalb der Kommunikation zu wählen. Das Ziel der Rhetorik ist, zu überzeugen. Dafür werden auch gerne verschiedenste rhetorische Stilmittel und Instrumente genutzt. Wie zum Beispiel Motivation, Transparenz, Austausch oder Wertschätzung.

Unternehmen, die Mitarbeiter in Rhetorik schulen, haben oft weniger interne Kommunikationsprobleme. Wer die Kunst der Rhetorik beherrscht, schafft es auch auf Augenhöhe zu kommunizieren. Und genau das ist ein wichtiger Punkt für die Interne Kommunikation. Interne Kommunikation funktioniert nämlich nur gut, wenn sie auf Augenhöhe stattfindet.

Wenn dieser Ratgeber gut Verstanden wird, wurde übrigens rhetorisch gesehen, alles richtig gemacht.

Säule 3: Emotionale Intelligenz – Wie kommt es beim Gegenüber an?

Die Emotionale Intelligenz ist das Zusammenspiel zwischen Kopf und Herz – zwischen Wissen und Gefühlen. Bei manchen Menschen ist diese stärker ausgeprägt als bei anderen.

Schauen wir uns folgendes Beispiel an: Eine Führungskraft kritisiert ziemlich forsch zwei Mitarbeiter. Mitarbeiter A nimmt es mit Fassung und überlegt sich, welche Verbesserungen es gibt. Mitarbeiter B reagiert emotional und fühlt sich persönlich angegriffen. Mit der nötigen emotionalen Intelligenz hätte diese Situation vermieden werden können. Die Frage ist ja auch: Wie relevant war das jetzt, die Situation so zu gestalten? War das wirklich der richtige Weg, um die Mitarbeiter zu erreichen?

„Relevanz bedeutet für eine Mitarbeiter*in erster Linie Antworten auf die Fragen „Was betrifft mich?“, und „Was passiert um mich herum?“ zu erhalten. Wer dieses zentrale Informationsbedürfnis erfüllt, der wird auch Interesse und Aufmerksamkeit für Inhalte aus der Unternehmenszentrale schaffen.

Nils Birschmann DLR-Kommunikationschef

In der Internen Kommunikation kann ein hohes Maß an emotionaler Intelligenz auch die Zusammenarbeit zwischen Menschen erleichtern. Dazu benötigt es die Fähigkeit, die Vogelperspektive einzunehmen und aus dieser Sicht die Lage zu beurteilen. Das ist zum Beispiel die Aufgabe eines Scrum Masters in seinem Srcum Team.

Säule 4: Vertrauen und Manipulation

Vertrauen und Manipulation liegen dicht beieinander. Mit der Körpersprache, Rhetorik und emotionaler Intelligenz kann man Vertrauen schaffen – aber auch manipulieren. Manipulation muss aber nicht immer schlecht sein. Sie kann beispielsweise auch fördernd sein oder die Mitarbeiter:innen näher zusammenbringen und motivieren. Dabei werden oft Informationsflüsse geleitet. Jede Kommunikationsstrategie basiert – bewusst oder unbewusst – ein Stück weit auf Manipulation. Manipulation ist somit auch Teil der
Internen Kommunikation. Beispiele für Situationen im Unternehmen, in denen oft manipuliert wird, sind unter anderem:

  • Gehaltsverhandlungen
  • Veranstaltungen mit Führungskräften
  • Mitarbeitergespräche
  • Verkaufsgespräche
  • Betriebsversammlungen
Interne Kommunikation in Besprechungen - Manipulation und Vertrauen.
Quelle: Fotolia

Was hat Interne Kommunikation mit Digitalisierung zu tun?

Digitalisierung hilft vorwiegend, die räumliche Distanz bei der Internen Kommunikation zu überbrücken und Kommunikationsprozesse zu optimieren. Gerade bei räumlicher Distanz (z.B. Homeoffice) können einzelne Säulen der Internen Kommunikation verloren gehen. Wir sind nicht in der Lage, ohne ein bewegtes Bild die Körpersprache des anderen zu sehen oder bei Textnachrichten die Stimme des anderen richtig zu deuten. Das kann wiederum zu großen Missverständnissen führen. Emojis sind dabei ein guter, digitaler Ersatz für die Körpersprache. Doch diese finden in der geschäftlichen Kommunikation selten Einsatz.

Ein weiterer Punkt, bei dem Digitalisierungsprojekte Abhilfe schaffen können, ist die Erreichbarkeit. Denn oft scheitert Interne Kommunikation daran, dass nicht alle erreicht werden. Nehmen wir ein „Schwarzes Brett“ als Beispiel. Hängt man da einen Zettel mit wichtigen Informationen auf, wird dieser nicht von allen Mitarbeitern automatisch gelesen.
Denn:

  • Der Mitarbeiter muss erst einmal am Schwarzen Brett vorbeigehen
  • Der Mitarbeiter muss sich die Zeit nehmen, sich ein Überblick zu verschaffen und relevante Informationen herauszufiltern
  • Mitarbeiter müssen über Mund-zu-Mund-Propaganda und Flurfunk weiter informieren, was auch zu Fehlinformationen führen kann
  • Ideen zur Verbesserung interner Prozesse, oder Impulse wie „Ideation“ versickern auf so einem statischen Brett schnell und wirken entgegen dem KVP-Gedanken

Mit einer Mitarbeiterapp, einem Social Enterprise Network für alle Mitarbeiter und ausgewählte Partner ist es deutlich einfacher, alle Personen zu erreichen und Feedback zu erreichen. Und zwar gleichzeitig und auf direktem Wege. Stichwort: Zielgerichtete Kommunikation in Unternehmen.

Letztlich kann Digitalisierung helfen, Kommunikationsbaustellen zu schließen und nicht vorhandene Säulen der Kommunikation zu überbrücken. Dabei kommen verschiedene, digitale Instrumente und Werkzeuge zum Einsatz, die die Unternehmenskommunikation und Unternehmenskultur nachhaltig verbessern können.

Damit eine Organisation effektiv funktionieren kann, müssen alle Mitglieder in der Lage sein, die verschiedenen Arten von Kommunikation zu verstehen und zu interpretieren. Schlechte Kommunikation kann zu Missverständnissen, Frustration und Konflikten führen. Umgekehrt kann eine gute Kommunikation dazu beitragen, Vertrauen und Zusammenarbeit zwischen den Teammitgliedern aufzubauen.

Anette Kahlich (SeniorConsultant Digital Workplace)

Sie möchte die Interne Kommunikation im Unternehmen verbessern?

Unsere Expertin Anette Kahlich hilft Ihnen gerne weiter, wenn es darum geht, die internen Kommunikationsstrukturen mittels digitaler Lösungen zu vereinfachen.

Darüber hinaus ist sie Ihr erster Ansprechpartnerin, wenn es sich um Themen rund um die M365, Teams Governance und Digital Workplace-Lösungen dreht.
Use-Cases gerne auf Anfrage.

Auch in der BLUE-Podcast Folge: „Kommunizieren ohne Kaffeeküche – geht das?“ können Sie interessantes zur Internen Kommunikation hören.

Oder in der Folge: „Wildwuchs in Microsoft Teams? So bringt Governance Struktur und Kontrolle zurück.“

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Diese Probleme und Herausforderungen gibt es bei der SAP Umstellung auf S/4 HANA.

Herausforderungen und Probleme bei der S/4 HANA Datenmigration

Die Datenmigration ist für alle Unternehmen, die SAP ERP nutzen, ein Imperativ. Zu Beginn des Jahres 2020 hat SAP in einem offiziellen Statement angekündigt, Ende 2027 den Support für die SAP Business Suite 7 einzustellen. Es besteht zwar die Möglichkeit einen verlängerten Support zu erhalten, aber wer will schon die zusätzlichen Kosten dafür tragen? Der Wechsel ist also unausweichlich und die rechtzeitige Ausarbeitung einer individuellen Strategie die logische Konsequenz.

Genau daran haben sich Unternehmen gehalten und mit der Umstellung auf S/4 HANA angefangen. Doch dabei treten häufig Probleme, Risiken und Herausforderungen auf, mit denen niemand gerechnet hat. In diesem Ratgeber geht es darum, was bei der S/4 HANA Datenmigration schiefgehen kann und wie im Problemfall schnelle Erste Hilfe geleistet werden kann. Dabei teilen wir unser Wissen und unsere langjährigen Erfahrungen im SAP Umfeld. Egal, ob Greenfield, Brownfield oder die individuelle Transformation – es gibt verschiedene Ansätze, die funktionieren können – wenn man Planung und Koordination richtig umsetzt.

Wie läuft eine Datenmigration auf S/4 HANA ab?

Zum besseren Überblick spielen wir eine saubere Datenmigration auf S/4 HANA mal theoretisch durch. Eine Umstellung oder Migration auf SAP S/4 HANA wird auch oft als SAP Conversion bezeichnet.

In den meisten Fällen wird ein Experte zur Hilfe geholt, welcher das Unternehmen im Vorfeld umfänglich berät. Besonders bei komplexen Systemen ist eine Expertenmeinung unverzichtbar. Dabei werden die Bedürfnisse und Anforderungen des Unternehmens mit berücksichtigt und eine Strategie zur erfolgreichen Datenmigration ausgearbeitet.

Um auf Nummer sicher zu gehen, werden verschiedene Testconversions für die neue Technologie aufgesetzt, aus denen Optimierungen und Anpassungen resultieren. Jeder Probedurchlauf sollte dabei die folgende Testconversion verbessern. Läuft letztlich alles reibungslos ab, wird die finale Conversion gemacht.

Ablauf einer SAP Migration

Ablauf einer erfolgreichen SAP Migration auf SAP S/4 HANA

Doch oft läuft es nicht wie geplant. Denn ein Migrationsprojekt bringt meist mehr Risiken und Auswirkungen mit, als es scheint. Immerhin geht es um Geschäftsprozesse, Datenbanken und Automatisierungen, die von einer intakten Systemlandschaft abhängig sind.

Welche Probleme, Fehleinschätzungen und Herausforderungen bei der Datenmigration auf S/4 HANA gibt es?

Change Management wird vernachlässigt

Change Management bei SAP heißt, Probleme in Prozessen zu identifizieren, bevor diese auftreten. Im Idealfall werden Mitarbeiter dazu ausgebildet oder eingestellt, um Veränderungsprozesse zu begleiten und zu überwachen. Aus Mangel an Fachpersonal und Ressourcen wird das oft vernachlässigt. Ein Inhouse-Change Management kennt die Herausforderungen des Unternehmens und kann auch dafür sorgen, dass Veränderungen im Sinne der Mitarbeiter:innen umgesetzt werden. Das steigert die Akzeptanz der Anwender für das neue System und sorgt für einen reibungslosen Umstieg. Zudem können in dem Zug Geschäftsprozesse optimiert und angepasst werden.

Wer das Change Management vernachlässigt, vernachlässigt beim Wechsel oft auch die Bedürfnisse der Anwender.

Falsche Entscheidungen in Bezug auf ein Redesign

Eine Migration oder Transformation bietet auch neue Potenziale, Ansätze und Möglichkeiten. Zum Beispiel können Unternehmen bei der Gelegenheit über ein SAP Redesign und neues Datenmodell nachdenken. Gerade in diesem Punkt sollte nicht aus dem Bauch heraus entschieden werden, weil diese Entscheidung viele spätere Probleme mit sich bringen kann – zumindest dann, wenn die falsche Entscheidung getroffen wird. Ist die Prozesslandschaft gut durchdacht und ordentlich strukturiert, dann funktioniert eine Conversion im Brownfieldansatz wunderbar. Doch bei langjährigen Bastellösungen in der Datenbank ergibt es durchaus Sinn, eine neue Prozesslandschaft nach dem Greenfieldansatz zu definieren.

Brownfield vs. Greenfield vs. Bluefield

Beim Greenfield Ansatz wird gewissermaßen auf einer grünen Wiese gestartet. In dem Fall handelt es sich um eine komplette Neuimplementierung des SAP S/4Hana-Systems. Der Brownfield Ansatz ist eher mit einem Software-Upgrade zu vergleichen. Dabei bleiben alle Daten und Einstellungen erhalten und es ändert sich nur das System. Es gibt auch noch eine Mischung aus beiden Ansätzen: Bluefield. Dabei handelt es sich um eine selektive Systemmigration, bei der individuell migriert und angepasst wird.

Falsches Betriebsmodell gewählt

SAP S/4 HANA bietet verschiedene Betriebsmodelle an, bei denen die Softwareanwendungen, die Plattform und die Infrastruktur unterschiedlich aufgestellt sind. Konkret wird dabei zwischen drei grundsätzlichen Modellen unterschieden:

  • Public Cloud
  • Private Cloud
  • On-Premise

Betriebsmodelle SAP S/4 HANA im Überblick

Verschiedene Betriebsmodelle von SAP im Überblick

Oft werden verschiedene Faktoren und firmeninterne Strukturen nicht richtig bei der Wahl des Betriebsmodells berücksichtigt, sodass es in der Planungsphase oder bereits während der Umstellung zu Schwierigkeiten kommt. Auch die Wahl des falschen Hostingpartners kann zu einem Problem werden, mit dem sich das gewünschte Betriebsmodell nicht mehr richtig umsetzen lässt. Eine SAP Infrastruktur und Technologieberatung im Vorhinein schafft solchen Problemen Abhilfe.

Sollten Sie über eine Cloud-Lösung nachdenken, unterstützen wir Sie gerne bei der Auswahl eines Hostingpartners.

SAP Migration dauert länger als geplant

Die SAP Migration ist ein längerer Prozess, der sorgfältig geplant werden muss. Je nach Größe des Unternehmens und der bisher vorhandenen SAP Landschaft muss oft zwischen 6 und 18 Monaten für die SAP Migration eingeplant werden. Viele Unternehmen planen unserer Erfahrung nach viel zu wenig Zeit ein und unterschätzen die Aufwände. Folglich kommt es oft zu Problemstellungen wie in etwa Fehler durch Zeitdruck oder unerwartete Kostenexplosionen. Um diesen Problemen vorzubeugen, empfehlen wir, mit erfahrenen Dienstleistern zusammenzuarbeiten, die schon mehrere Umstellungen begleitet haben und den Aufwand dadurch besser einschätzen können.

Wenn die SAP Datenmitgration wieder länger dauert als geplant.
Copyright © greenbutterfly/Shutterstock.

Falsche oder mangelnde Beratung, sowie keine Rücksicht auf die Bedürfnisse der SAP Landschaft

Wir helfen vielen Kunden weiter, die zuvor mangelnde und falsche Beratung in Bezug auf die SAP S/4 HANA Datenmigration erhalten haben. Meist sind die Kunden schon an einem Punkt angelangt, an dem Geld verbrannt wurde oder falsche Entscheidungen getroffen wurden, bevor sie zu uns kommen. Sobald Sie das Gefühl haben, dass etwas bei Ihrer Datenmigration in die falsche Richtung läuft, empfehlen wir Ihnen die Meinung eines Experten einzuholen.

Vorprojekte entsprechen nicht den Unternehmensanforderungen

Wie zu Beginn schon erwähnt, sollte eine ordentliche Umstellung hin zu SAP S/4 HANA auf verschiedenen Testconversionen basieren. Oft werden diese nicht ausführlich genug geplant oder die Vorprojekte entsprechen nicht den Unternehmensanforderungen. Auch die Systemlandschaft wird bei der Planung nicht immer miteinbezogen. Sobald Sie das Gefühl haben, dass eine Testconversion aus der Schublade gezogen wird und keinen Bezug zum Unternehmen hat, sollten Sie stutzig werden. Individuelle Lösungen sollten ein fester Bestandteil jeder Migration sein.

Eine korrekte Implementierung der Testconversionen schafft die Basis für eine reibungslose finale Durchführung.

Doch nicht immer sind die Experten schuld daran, dass die Testprojekte nicht den Unternehmensanforderungen gerecht werden. Eine mangelnde Kommunikation und Transparenz seitens des Unternehmens kann auch zu solchen Problemen führen, was uns der Fall Haribo zeigt. Haribo gab den Analysten keine Testmethoden oder Projektmanagementpläne an die Hand, weshalb diese nicht den Unternehmensanforderungen gerecht werden konnten.

Schnelle Unterstützung bei Problemen rund um die SAP S/4 HANA Migration

Als erfahrene SAP Berater begleiten wir Sie kompetent und vorausschauend bei Ihren (S/4)HANA Migrationsprojekten – egal in welchem Stadium Sie sich bereits befinden. Durch unsere vielseitigen Erfahrungen in Bezug auf die Datenmigration und SAP ERP Systeme können wir Ihrem Unternehmen auch bei akuten Problemstellungen und größeren Herausforderungen zur Seite stehen. Zögern Sie nicht, wenn bei der Datenmigration nicht alles nach Plan läuft oder Sie nach einer Beratung noch kein rundes Bild im Kopf haben.

Karriere-BLUE-Consult

Sie haben Fragen?

René Angenheister hilft Ihnen gerne weiter, wenn es um die Herausforderungen und Probleme bei einer SAP Datenmigration auf S/4 HANA geht.

Statement für den Rundruf im DV-Dialog 9-10/2021

„Was ist die wichtigste Neuerung, die IBM mit den Power10-Servern in den Midrange-Markt bringt und wasfehlt aus Ihrer Sicht bzw. kommt beim Generationswechsel zu kurz?“

24.Oktober 2021

„Für unsere Kunden ist der Leistungszuwachs bei erheblich niedrigerem Stromverbrauch eine wichtige Neuerung bei den Power10-Servern. Im Vergleich zu einer Power8 (E880) ist die gleiche Leistung mit der Hälfte des Stromverbrauches möglich. Durch die Performance-Steigerung des Prozessors wird zusätzlich bei der Lizenzierung der Cores erheblich gespart. Hinzu kommt die Steigerung der End-to-End-Sicherheit, etwa durch die transparente Speicherverschlüsselung. Und die Benchmark-Zahlen im Bereich SAP HANA können sich sehen lassen: Mit nur acht Sockets und 120 Cores ist die Leistung höher als bei vergleichbaren Intel-basierten Servern mit 16 Sockets und 448 Cores. Die gemessene Leistung für SAP on Power mit knapp 1 Million SAPS auf 120 Cores bedeutet einen Quantensprung – fast 8.000 SAPS pro Core. Wünschenswert wäre allerdings beim Generationswechsel ein früheres Announcement der Scale-Up-Server gewesen. Denn nur so kann auch der Midrange-Markt vollständig bedient werden.“

René Angenheister, CTO BLUE Consult

Informieren Sie sich über das gesamte Projekt: Hier finden Sie Presselink und Download der Referenz

DV Dialog 9-10/2021

René Angenheister

René Angenheister, CTO BLUE Consult

BLUE Consult

Gemeinsam begleiten BLUE und die Muttergesellschaft K&P als IT-Service Provider Unternehmen auf ihrem individuellen Weg in die digitale Zukunft. Von Datacenter-Services, IT Managed Services, IT-Projekten bis hin zu Consulting- und Cloud-Services – bei BLUE Consult erhalten Kunden individuelle Lösungen und profitieren von tiefem Expertenwissen und jahrelanger Kundenerfahrung. Dabei basiert der BLUE- Ansatz auf einer kundenfokussierten Service-Exzellenz: Wir stellen sicher, dass unsere Kunden jederzeit von individuellen Lösungen und einem außergewöhnlichen Service profitieren, der ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt.

Pressekontakt BLUE

BLUE Consult GmbH
Carmen Ilgen 
Adolf-Dembach-Straße 2
47892 Krefeld
Telefon: +49 (0) 2151 650010
E-Mail: carmen.ilgen@blue-consult.de
www.blue-consult.de

Dsc 1177

Soziales Engagement bei Arche e.V. Berlin

Die BLUE Consult unterstützt „Die Arche – Christliches Kinder- und Jugendwerk e. V“

April 2018

BLUE Consult fährt mit ca. 60 Mitarbeitern nach Berlin für einen zweitägigen Arbeitseinsatz in einer der Arche Freizeiteinrichtungen. Die Einrichtung bekommt einen „neuen Garten“ von der BLUE. Zusätzlich wurden noch fünf Paletten Sachspenden gesammelt und nach Berlin transportiert.

Am 19.04.2018 fahren ca. 60 Mitarbeiter der Krefelder BLUE Consult GmbH nach Berlin für einen zweitägigen Arbeitseinsatz in einer Freizeiteinrichtung der „Arche“.

Von den BLUE-Mitarbeiten werden Klettergerüste, eine neue Schaukel sowie Sitzbänke aufgebaut werden, das Gartenhaus und sämtliche Mauern und Wände im Innenbereich bekommen einen neuen Anstrich und der gesamte Garten liebevolle Pflege.

Zusätzlich hat das Unternehmen fünf Paletten Sachspenden, darunter Spielsachen, Kleidung, Bücher, Kinderbetten und Dinge des täglichen Bedarfs – wie beispielsweise Geschirr gesammelt und nach Berlin transportiert.

Bereits vor zwei Jahren wurde der Garten, ein Spielplatz und die Innenräume der Arche Hamburg mit vollem Einsatz der BLUE umgestaltet und erneuert. Das Projekt hat nicht nur einen Beitrag geleistet, Kinder und Jugendliche mit schwächerem sozialen Hintergrund durch die Arche zu unterstützen und zu fördern, sondern auch die BLUE Mitarbeiter so berührt, dass sie beim erneuten Aufruf für die hands-on Aktion in Berlin gleich wieder mit großem Einsatz und Engagement dabei waren.

Die beiden Geschäftsführer Herr Martin Rott und Marc-Ivo Schubert der BLUE Consult packen selbst mit an und können mit Stolz sagen, dass sie sich nicht nur im beruflichen Alltag auf ihr Team verlassen können, sondern auch hier bei der Unterstützung dieses tollen Projektes in Berlin.

„Die Arche – Christliches Kinder- und Jugendwerk e. V“., ein von Pastor Bernd Siggelkow 1995 in Berlin-Hellersdorf gegründetes evangelikales Hilfswerk, das sich gegen Kinderarmut in Deutschland engagiert. Die Archestandorte bieten u.a. sinnvolle Freizeitangebote, kostenlose Mahlzeiten und Bildungsförderung. Mittlerweile gibt es mehr als 20 Standorte in Deutschland, der Schweiz und Polen. Es werden bis zu 4.000 Kinder und Jugendliche mit den Angeboten der Arche erreicht.

Informieren Sie sich über das gesamte Projekt:

  1. Mehr Informationen und Bilder zum Einsatz der BLUE Consult bei der Arche Berlin
  2. Das Video zum Einsatz in Berlin beim Arche e. V.

„Wir danken unseren Mitarbeitern für den großartigen Einsatz und freuen uns, dass wir als Unternehmen einen kleinen Beitrag leisten können einen Verein wie die Arche, der wichtige soziale Arbeit in unserer Gesellschaft leistet, zu unterstützen.“

Martin Rott, Geschäftsführung BLUE Consult GmbH

BLUE Mitarbeiter im Einsatz beim Arche e. V. in Berlin

Was wurde gemacht

Es wurden zunächst alte Klettergeräte abgebaut und nicht mehr nötige Fundamente mit Hämmern und großem Krafteinsatz beseitigt. Dann ein tolles neues Holz-Klettergerüst mit Türmen und einer Rutsche, eine neue Schaukel sowie Sitzbänke ebenfalls aus Holz aufgebaut. Zu allen neuen Geräten wurden wieder Fundamente gegossen, damit die Kinder hier auch künftig sicher und stabil spielen können. Die erbauten Klettertürme stehen nun fest in einem, mit frischem Sand gefüllten, Sandkasten. Das bereits vorhandene Gartenhaus wurde abgeschliffen und gestrichen und das Dach bekam neue Schindeln. Jetzt ist alles wieder dicht und erstrahlt in vollem Glanz.
Ein absolutes Highlight – die alte ca. 80 qm große hohe und recht unansehnliche Backsteinmauer hinter dem Sandkasten – wurde zunächst von Bewuchs gesäubert, dann mehrfach mit Farbe „behandelt“ bis auch die letzte Fuge angemalt war. Um nun dem Graffitikünstler Bastian Morbe die perfekte Leinwand für sein Kunstwerk zu bieten. Er zauberte mit seinen Spraydosen die alte Wand „weg“ und macht so dem Betrachter nun glauben, er sieht das Haus, das eigentlich hinter der Mauer steht sowie Wiese und Himmel. Die perfekte „optische Täuschung“, die dem Archegarten mehr Weite, Sonne und Farbe geben. Zu guter Letzt wurden noch sämtliche kleine Beete im Garten der Freizeitstätte von Unkraut gefreit und kleine Mäuerchen gesäubert und frisch gestrichen und mit wunderschönen Graffitis besprayt.

BLUE Consult

Gemeinsam begleiten BLUE und die Muttergesellschaft K&P als IT-Service Provider Unternehmen auf ihrem individuellen Weg in die digitale Zukunft. Von Datacenter-Services, IT Managed Services, IT-Projekten bis hin zu Consulting- und Cloud-Services – bei BLUE Consult erhalten Kunden individuelle Lösungen und profitieren von tiefem Expertenwissen und jahrelanger Kundenerfahrung. Dabei basiert der BLUE-Ansatz auf einer kundenfokussierten Service-Exzellenz: Wir stellen sicher, dass unsere Kunden jederzeit von individuellen Lösungen und einem außergewöhnlichen Service profitieren, der ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt.

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