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14. März 2017

Pilotprojekt im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein - Zentrale Lübeck

Der Gesundheitsbereich erlebt gerade seine digitale Revolution in den medizinischen Methoden der Behandlung. Ein OP-Saal ist eine computerunterstützte Spezialeinrichtung.  

Aber auch das Krankenhaus und die darin handelnden Personen werden zukünftig „digital unterstützt“ werden – sei es auf Seiten der Ärzte, des Pflegepersonals und auf der Seite der Patienten. Dies nicht zuletzt aufgrund der besonderen Anforderungen an diesen Ort. Wie wäre es, wenn der Arzt stets die digitale Patientenakte sichtbar hat, die Zugangssteuerung für Krankenhauspersonal und die Angehörigen der Patienten für z.B. die Intensivstation zentral administriert werden kann. Wie wäre es, wenn Patienten, die sich verlaufen haben, stets in einem größeren Klinikum oder Altenheim wiedergefunden werden könnten. Vergleichbares gilt für die Ressourcenplanung und Organisation von medizinischen Geräten wie z.B. Sauerstoffanlagen.

Die BLUE Consult führt seit Februar 2017 einen Proof of Concept mit dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein - Zentrale Lübeck durch. Dort werden die Patientenzimmer mit Infrarotsensoren ausgestattet, um die Zutrittskontrolle zu regeln. Die Sauerstoffgeräte werden mit WifI/UHF-Tags versehen, so dass sie via Software stets geortet werden können. Dabei können die Daten visuell einfach über eine Smartphone APP abgerufen werden. Die eingesetzte Hard- und Software wird für diesen Fall europaweit zum ersten Mal erprobt. Dabei sind alle Komponenten über WLAN vernetzt und zentral sicht- und damit administrierbar. Diese Tags werden auch zur Ortung von Spezialbetten, Rollstühle, Infusions-Pumpen und hochwertige Medizinischen Gerätschaften eingesetzt. Mitarbeiter können nun in Bruchteilen von Sekunden feststellen, welche Abteilung unter Umständen noch Hardware Kapazitäten hat, und diese freigeben kann. Dies spart enorme Anschaffungskosten und hilft dazu den ROI des Bestands extrem zu verkürzen.

Neben den reinen Asset Tracking, werden auch s.g. Nurse-Tags eingesetzt. Diese helfen dem Personal, bei der Optimierung der Arbeitswege. Das Personal kann nun selber erkennen, welche Wege unter Umständen neu organisiert werden sollten.

Ergänzt wird dieses Projekt durch die Patienten -Tags, diese werden im POC , den Demenz Patienten angelegt, diese melden den Schwestern einen Alarm, falls der Demenzpatient, die Station unerlaubt verlassen sollte.

Dies ist in der angespannten Arbeitssituation in Kliniken eine große Erleichterung, da die interne Logistik der Patientenbetreuung computerunterstütz erfolgen kann. Wir sind gespannt auf die konkreten Projektergebnisse. Wenn unsere Prognosen zutreffen, dann wird dies einen Quantensprung in der Patientenbetreuung und Krankenhausorganisation bedeuten. Die Einsatzgebiete sind damit auch unmittelbar für Alten- und Pflegeheime erkennbar.

Es bleibt bei der Idee "give a human face to technology". Der vorliegende Fall zeigt, dass es um Lösungen für die gesellschaftliche Zukunft geht, die noch auf dem intelligenten Einsatz von Hard- und Software beruhen, aber nur noch aus dem Anwendungsfall heraus geplant und umgesetzt werden können. Wir als BLUE Consult freuen uns, einen spannenden Beitrag dazu leisten zu können.